Als nächsten Schritt in der Elektrifizierungsstrategie hat die Audi FAW NEV Company in Changchun die Produktion von vollelektrischen Mittel- und Oberklassemodellen auf Basis der Premium Platform Electric (PPE) gestartet. Die ersten marktspezifischen Modelle der Baureihen Audi A6 e-tron und Audi Q6 e-tron kommen im Jahr 2025 auf den chinesischen Mark. Darüber hinaus hat Audi die neue Marke „AUDI“ für vollelektrische Modelle eingeführt, um neue technikaffine Zielgruppen zu erreichen. Für den schnellen Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur setzt Audi zum einen auf markenexklusive Schnellladestationen, die Audi Charging Stations. Audi baut damit ein flächendeckendes HPC-Netz (High Power Charging) mit einer maximalen Ladeleistung von bis zu 360 Kilowatt und einer maximalen Spannung von bis zu 1.000 Volt. Seit Ende 2024 verfügt das Ladenetzwerk der Marke bereits über rund 600 Schnellladesäulen in mehr als 30 Städten in China. Die Ladedienste sind über das digitale Premium-Ökosystem via Audi MMI oder myAudi App zugänglich. Partnerschaften bei Vertrieb, Marketing, Service Audi setzt in China auf das globale Konzept „Audi Progressive Retail“ mit einer völlig neuen Showroom-Architektur und interaktiven digitalen Elementen sowie Mitarbeitende, die sich für neue Technologien begeistern. Das Konzept wird in China schrittweise ausgerollt und lokal auf die chinesischen Kundenbedürfnisse in puncto Digitalisierung, Elektrifizierung und Personalisierung zugeschnitten. Seit der Gründung der FAW Audi Sales Company bündelt Audi seit Ende 2022 die Vertriebstätigkeiten in China in Hangzhou im Südosten des Landes. Die dynamische und innovationsstarke Zehn-Millionen-Metropole ist somit ein weiterer attraktiver Standort von Audi in China. Um in China ein ganzheitliches Kundenerlebnis zu bieten, haben hat das Unternehmen auch seine Offline-Touchpoints kontinuierlich verbessert und sein innovatives Verkaufssystem erweitert.
Einfaches Laden macht den Unterschied
Alltagstauglich: Laden soll schnell, unkompliziert und günstig sein – mit der passenden Infrastruktur, wettbewerbsfähigen Tarifen und einem starken Partnernetzwerk will Audi Laden zum Premiumerlebnis machen Umweltfreundlich: Audi setzt sich dafür ein, das Angebot an regenerativer Energie für seine Kundschaft stetig zu vergrößern – ob zu Hause, in Städten oder unterwegs auf Reisen Schnell: Audi führt immer mehr Modelle mit 800-Volt-Batterie-Architektur ein, die beim DC-Laden unter idealen Bedingungen Ladeleistungen von bis zu 270 kW ermöglicht
Der Erfolg der Elektromobilität hängt von drei Faktoren ab: einem attraktiven Modellangebot, einer umfangreichen Ladeinfrastruktur mit passenden Lademöglichkeiten für unterschiedlichste Nutzungsgewohnheiten sowie der Verfügbarkeit von grünem Ladestrom. Audi treibt deshalb den Ausbau seines elektrischen Portfolios mit Nachdruck voran und setzt sich zugleich für den Ausbau eines adäquaten und nachhaltigen Ökosystems für die Elektromobilität ein. Gemeinsam mit Partnerunternehmen innerhalb und außerhalb des Volkswagen-Konzerns bietet das Unternehmen seiner Kundschaft attraktive Lademöglichkeiten – ganz gleich, ob zu Hause oder unterwegs.
Laden – einfach, unkompliziert, kostengünstig
Mit Audi charging bietet die Premiummarke ihrer Kundschaft einen komfortablen Ladedienst, der das Vergleichen unterschiedlicher Preise und Tarife überflüssig macht. Zur Auswahl stehen drei Tarife, die sich passend zum eigenen Fahrprofil auswählen lassen: ein Basistarif ohne Grundgebühr und mit Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch; der Tarif plus, der sich an Gelegenheitsnutzende öffentlicher Ladesäulen richtet und eine geringe Grundgebühr sowie vergünstigte Ladepreise bietet; und als dritte Option der Tarif pro für Vielnutzende öffentlicher Ladesäulen inklusive des Selected Partner Netzwerks. In diesem Tarif ist der Ladepreis nochgünstiger bei einer etwas höheren Grundgebühr.
Klarer Kurs Richtung Elektromobilität
Audi elektrifiziert Schritt für Schritt sein Produktportfolio. Die Präsentation von Audi Q6 e-tron und Audi A6 e-tron im Jahr 2024 markierte einen wichtigen Schritt dieser Transformation. Mittelfristig will Audi in allen Kernsegmenten ein rein elektrisches Fahrzeug anbieten. Die ambitionierte E-Roadmap sieht außerdem vor, dass die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor nach und nach ausläuft. Bei der Elektrifizierung seiner Modelle nutzt Audi konzernweite Synergien und kann auf mehrere markenübergreifende Plattformen zurückgreifen. Nachhaltige Elektromobilität fördern die vier Ringe unter anderem mit dem Ausbau von Grünstrom und eigener Ladeinfrastruktur, wie zum Beispiel den Audi charging hubs.
„Seit dem vergangenen Jahr stärken und verjüngen wir unser Portfolio mit zahlreichen neuen Modellen grundlegend – und bringen unsere Idee von Vorsprung durch Technik wieder auf die Straße“, sagt Gernot Döllner, Vorstandsvorsitzender der AUDI AG. „Das ganze Portfolio wird am Ende auf Elektromobilität umgestellt. Auf dem Weg dahin sind wir mit unseren neuen Elektroautos sowie einer komplett neuen Generation von Verbrennern und Plug-in-Hybriden für die nächsten Jahre robust und flexibel aufgestellt“, sagt Gernot Döllner.
Stetig wachsende Produktpalette vollelektrischer Modelle
Mit diesem unternehmerischen Fokus baut Audi sein wachsendes Produktportfolio an vollelektrischen Modellen aus. Im Jahr 2021 stellte Audi mit der Audi Q4 e-tron Baureihe einen Kompakt-SUV vor, im gleichen Jahr erfolgte der Marktstart für den vollelektrischen Gran Turismo Audi e-tron GT - seit 2024 nochmals deutlich verbessert in Disziplinen wie Reichweite, Performance, Laden und Handling.
Mit hoher Batteriekapazität und starker Rekuperationsleistung, DC-Laden und intelligentem Antriebsmanagement bietet der A3 allstreet 40 TFSI e herausragende Effizienz und lokal emissionsfreies Fahren über weite Strecken im Alltag.
Nachdem Audi im Oktober den neuen A3 Sportback TFSI e vorgestellt hat, folgt nun der A3 allstreet als Plug-in-Hybrid. Kern des Antriebs sind der neue Turbobenziner 1.5 TFSI evo2 mit 110 kW (150 PS) sowie 250 Nm Drehmoment und die E-Maschine mit 85 kW sowie 330 Nm Drehmoment. Gemeinsam bieten der Verbrennungsmotor und die permanenterregte Synchronmaschine eine Systemleistung von 150 kW (204 PS) und 350 Nm Systemdrehmoment, mit denen das Crossover für energischen Vortrieb sorgt. Bei Kickdown ist die Boost-Leistung eindrucksvoll erlebbar. Maximal erreicht der A3 allstreet 40 TFSI e eine Höchstgeschwindigkeit von 225 km/h; bis Tempo 140 km/h fährt er rein elektrisch.
Audi unterzieht jedes Modell einer umfassenden Lebenszyklusanalyse – ob Verbrenner, Plug-in-Hybride oder reine Elektrofahrzeuge. Diese Analyse macht die Umweltwirkungen der Modelle über deren gesamten Lebenszyklus hinweg transparent. Im Rahmen des sogenannten Life Cycle Assessment (LCA), auch Ökobilanz genannt, teilt Audi den Lebenszyklus der Fahrzeuge in drei Phasen auf: erstens die Herstellung des Fahrzeugs. Dazu zählt die Rohstoffgewinnung sowie die Produktion der Komponenten und die Endmontage der Autos in den Audi Werken. Zweitens die Nutzung, wobei neben den direkten Emissionen im Fahrbetrieb auch die Auswirkungen der Strom- und Kraftstoffbereitstellung berücksichtigt werden. Und drittens die Verwertung am Ende des Fahrzeuglebens. Der Wandel hin zur Elektromobilität hat Auswirkungen auf sämtliche Phasen des Lebenszyklus eines Fahrzeugs sowie auf die Fertigung einzelner Bauteile in vorgelagerten Produktionsprozessen. Wie bei jedem industriell hergestellten Produkt verursacht die Produktion eines Autos Emissionen, die an unterschiedlichen Punkten des Lebenszyklus anfallen. In der Fertigung von Elektroautos entfällt im Vergleich zur Herstellung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ein wesentlich größerer Anteil der CO2-Emissionen auf vorgelagerte Produktionsprozesse in der Lieferkette. Das liegt vor allem an der energieintensiven Batterieherstellung. Audi setzt darum sowohl bei der Herstellung als auch in den weiteren Phasen des Lebenszyklus auf Maßnahmen zur Vermeidung und Reduktion von Emissionen, um die Ökobilanz seiner Produkte zu verbessern. In der Produktion ist für Audi ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen entscheidend, um Elektrofahrzeuge möglichst effizient und umweltfreundlich herzustellen. Ein zentrales Ziel des Umweltprogramms „Mission:Zero“ hat das Unternehmen Anfang 2025 erreicht: Alle weltweiten Audi-Produktionsstandorte fertigen seitdem bilanziell CO2-neutral1.
So reichen dem Audi A6 Sportback e-tron performance bereits zehn Minuten an einer Schnellladesäule, um unter idealen Bedingungen bei einer maximalen Ladeleistung von 270 kW eine Reichweite von bis zu 310 Kilometern zu generieren. Um die Hochvoltbatterie von 10 auf 80 Prozent aufzuladen, genügen bei optimalen Bedingungen lediglich 21 Minuten. Wenn eine Ladesäule mit 400-Volt-Technik arbeitet, ist wie schon beim Audi Q6 e-tron das sogenannte Bankladen möglich. Dabei wird die 800-Volt-Batterie elektrisch in zwei Bänke mit jeweils 400-Volt-Spannung geteilt, die sich dann parallel mit bis zu 135 kW aufladen lassen. Beide Batteriehälften werden je nach Ladezustand zuerst angeglichen und dann gemeinsam geladen. Serienmäßig lässt sich der Audi A6 e-tron an geeigneten HPC-Ladesäulen mit bis zu 270 kW (225 kW bei der Einstiegsvariante) schnellladen. An haushaltsüblichen Wallboxen ist ein AC-Laden mit bis zu 11 kW möglich. Das genügt, um eine leere Batterie über Nacht wieder zu füllen. Eine 22-kW-AC-Lademöglichkeit wird zu einem späteren Zeitpunkt angeboten. Die Ladeklappen lassen sich über das MMI Display elektrisch öffnen. Nachdem das Ladekabel abgezogen wurde, schließt die Ladeklappe automatisch. Alternativ können die elektrischen Ladeklappen auch manuell geöffnet bzw. geschlossen werden. Zudem profitieren alle Fahrerinnen und Fahrer vollelektrischer Audi Modelle vom Ladedienst Audi charging und nicht zuletzt vom Netz des innerstädtischen Schnellladekonzepts Audi charging hub. Das Lademanagement unterstützt den internationalen Ladestandard CCS (Combined Charging System). Für schnelle und zuverlässige Ladevorgänge sorgt im Rahmen der Domänenrechnerstruktur der Elektronikarchitektur E3 1.2 der Hochleistungsrechner HCP5.
Der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen ist darum für Audi zentraler Aspekt einer zukunftsorientierten Automobilproduktion. Ziel ist es, Fahrzeuge ressourcenschonender sowie recyclinggerechter zu entwickeln und zu produzieren, diese möglichst lange in Betrieb zu halten und am Ende des Produktlebens bestmöglich zu verwerten. Nach der Nutzungsphase der Fahrzeuge sollen Materialien in die Wertschöpfungskette zurückgeführt und so nach und nach Kreisläufe von wichtigen Ressourcen geschlossen werden. Dabei verfolgt Audi ein ganzheitliches Konzept entlang der Prinzipien: Reduce, Reuse und Recycle.
Reduce: weniger Primärmaterialbedarf, verlängerte Nutzungsphase
Das Prinzip Reduce umfasst Maßnahmen sowohl während des Herstellungsprozesses als auch während der nachgelagerten Nutzungsphase. Dabei geht es grundsätzlich um zwei Aspekte: erstens um den effizienten Einsatz von Materialien und zweitens um die Verlängerung des Produktlebenszyklus, zum Beispiel durch Instandsetzung und Überholung von Fahrzeugen. Der größte Einfluss auf die Wahl der verwendeten Materialien kann in sehr frühen Entwicklungsphasen genommen werden. Wenn bereits im Design der Fahrzeugkomponenten Stellhebel für den Einsatz wiederaufbereiteter Materialien und die Recyclingfähigkeit der Materialien eingerichtet werden, ist dies für das spätere Recycling der Teile vorteilhaft. Das schließt beispielsweise auch den Einsatz sogenannter Mono-Materialien ein, also solcher, die nicht aus unterschiedlichen Mischfraktionen bestehen. Auch in der Produktion wird das Reduce-Prinzip angewandt und ist Teil des Umweltprogramms „Mission:Zero“. Ein Beispiel aus der Audi Logistik: Wo es möglich ist, werden Verpackungen vermieden. Falls Verpackungsmaterial genutzt werden muss, werden bevorzugt kreislauffähige und/oder nachwachsende Rohstoffe eingesetzt. Ab 2030 soll der Anteil an kreislauffähigen Materialien für Verpackungen bei Neufahrzeugprojekten auf mehr als 90 Prozent gesteigert werden.
Der Anteil der auch für E20 geeigneten Motoren am Gesamtvolumen produzierter Audi Modelle soll bis 2030 kontinuierlich über 99,1 Prozent betragen. Ein weiterer wesentlicher Hebel zur CO₂- Reduktion ist für Audi der Ladestrom seiner Elektroflotte. Bereits heute können Audi Kunden beispielsweise für das Laden zu Hause die Grünstromangebote der Volkswagen-Tochter Elli (Electric Life) nutzen. Für das Laden unterwegs bietet das Ladenetzwerk von Ionity grünen Strom. Das Joint Venture, an dem der Volkswagen- Konzern mit den Marken Porsche und Audi beteiligt ist, betreibt mit mehr als 4.500 Ladepunkten in 24 europäischen Ländern das größte paneuropäische High-Power- Charging-Netz mit mehr als 250 Kilowatt Ladeleistung, verfügbar für alle Elektrofahrzeugmarken. Zudem offeriert Audi seinen Kunden mit Audi charging18 einen Service für das Laden an öffentlichen Ladesäulen. Damit haben Audi Fahrer Zugang zu circa 700.000 Ladepunkten in 29 europäischen Ländern. Das Netzwerk der Audi Schnellladestationen, die sogenannten Audi charging hubs, wurde 2024 erweitert. Zusätzlich zu den Ladepunkten in Berlin, München, Nürnberg, Salzburg und Zürich gingen im Berichtszeitraum Bremen, Frankfurt und Tokio an den Start. Ein zweiter Audi charging hub in Tokio und weitere in Deutschland sind bereits in Planung. Audi fördert den Ausbau erneuerbarer Energien. Im Rahmen einer Kooperation mit der VW Kraftwerk GmbH unterstützt Audi anteilig verschiedene Projekte zum Aufbau regenerativer Energie wie Photovoltaik oder Windkraft – insgesamt 26 Grünstromprojekte in neun europäischen Ländern. Seit Beginn dieser freiwilligen Initiative in 2021 haben die geförderten Grünstromprojekte für Audi kumuliert circa 1,8 Terawattstunden in das europäische Stromnetz eingespeist. Quer durch Europa treibt die VW Kraftwerk GmbH den Ausbau erneuerbarer Energien voran.